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DIY | Natürliche Seifen Herstellung

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Einmal Seife selber herstellen – schöner Gedanke! Gesagt – getan. Es gibt unzählige Bücher über die Herstellung von Seifen mit Rezepten sowie Seifenrezepte im Internet. Wo fängt man an, wenn man Seife selber herstellen möchte? Vorweg möchte ich darauf hinweisen, das bei der Seifenherstellung Natriumhydroxid (NaOH), wird auch als Ätznatron bezeichnet, verwendet wird und ein chemischer Prozess bei der Vermischung mit Wasser entsteht. Daher empfehle ich dringend vorher Bücher, die über entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen aufklären und den chemischen Prozess genau erklären, zu lesen. Die Seifen-Herstellung bedarf einer gewissen Vorbereitung.

Ich habe zwei Bücher gelesen. Einmal das Buch „Feine Seifen Badeöle selbst gemacht“ von Brigitte Bräutigam (Affiliate Link) und das Buch „Natur Seife selber machen“ von Barbara Freyberger (Affiliate Link).
Für die erste Seifen-Herstellung habe ich aber ein palmölfreies „Anfänger-Rezept“ von der Webseite naturseife-und-kosmetik.de ausprobiert.

 

Das Rezept:

    • 280g Kokosöl
    • 250g Rapsöl
    • 450g Olivenöl
    • 20g Rizinusöl
    • 139,30g1 Natriumhydroxid (die Menge variiert je nach Rezept)
    • 335g destilliertes Wasser (die Menge variiert je nach Rezept)

 

Werkzeuge & Materialien:

    • Handschuhe
    • Schutzbrille
    • Mundschutz
    • Küchenwaage
    • Edelstahltopf
    • Thermometer (100°)
    • Kunstoffkochlöffel oder rostfreier Edelstahllöffel (kein Holz verwenden)
    • Glassmessbecher 1L für die Lauge
    • Stabmixer
    • Seifenformen aus Silikon
    • Frischhaltefolie

 

Die Öle kann man im Supermarkt oder auch im Internet bestellen. Natriumhydroxid (NaOH) ist in Pulverform in der Apotheke oder in Drogerien erhältlich. 1Die benötigte NaOH Menge kann man mit dem Seifenrechner von naturseife.com herausfinden. Da die Menge in dem Rezept selber nicht stand, habe ich Sie ermittelt.

NaOH ist ein wichtiger Grundstoff bei der Seifenherstellung vermischt mit Wasser ergibt es eine notwendige Lauge für den chemischen Prozess. Aber Vorsicht, aufgrund des chemischen Prozesses, wie schon erwähnt, erfordert die Vermischung von Wasser und NaOH Vorsichtsmaßnahmen. Unbedingt Handschuhe, Schutzbrille und Mundschutz beim verrühren tragen sowie die Fenster weit öffnen oder gut Lüften, da giftige Dämpfe während des Prozesses entstehen. Jeglichen Körperkontakt vermeiden, da sonst starke Verätzungen auftreten können. Für die Vermischung von Wasser und NaOH ist es wichtig, die Reihenfolge zu beachten. In kleinen Mengen werden insgesamt 139,30g Natriumhydroxid 335g destilliertem Wasser zugefügt. Empfohlen wird die Verwendung von Glasbehältern. Keinesfalls Aluminiumbehälter verwenden.

Während des chemischen Prozessen entstehen hohe Temperaturen, das Thermometer zeigt 86 °C. Die Lauge muss auf ca. 45 °C runterkühlen, dann kann die Lauge in die vermischten Öle gegossen werden. Diese werden vorher auch auf 45°C erhitzt und vermischt in dem Edelstahltopf. Wenn beide Substanzen, die gleiche Temperatur haben, werden sie mit dem Stabmixer gut verrührt. Wenn die Mischung fester wird und sich eine Spur bildet (das kann etwas dauern) kann die Masse in die Silikonförmchen gegossen werden.

 

 

Sobald alle Förmchen gefüllt sind, werden sie mit Frischhaltefolie abgedeckt und in Handtücher gewickelt, damit sie nicht so schnell auskühlen. Nach frühestens 24 Stunden, wenn die Seife fest ist, kann sie aus der Form gedrückt werden und für die Reifezeit an einem dunklen, trockenen Ort gelagert werden. Jetzt ist die Seife noch etwas weich, aufgrund des hohen Olivenöl-Anteils und muss noch ein paar Wochen durchhärten. Auf der Webseite naturseife-und-kosmetik.de wird empfohlen die Seife mit diesem Rezept 3 Monate reifen zu lassen.

Ach, wie aufregend. Mit dem ersten Ergebnis bin ich sehr zufrieden und finde die selbst gemachte Seife eignet sich hervorragend zum Verschenken – wenn sie denn die Reifezeit gut übersteht. 🙂 Sie riecht sehr neutral, hier könnte man beim nächsten Mal einen Fokus auf die Duftnote setzen oder auch weitere natürliche Farbzusätze ausprobieren und die Seife Schichten. Eine Seife mit verschiedenen Farbschichten sieht mit Sicherheit auch sehr interessant aus. Das Marmorieren habe ich mit Kakaopulver in einigen Förmchen schon mal ausprobiert – eine Blütendekoration wäre aber auch noch mal denkbar 🙂

 

 

So, jetzt bin ich mal gespannt, ob die selbst gemachte Seife hält was sie verspricht. Handgemachte Seife soll sehr feuchtigkeitsspendend und nachhaltig pflegend für die Haut sein, spürbar mehr, als industriell gefertigte Seife. Man könnte fast sagen; back to the roots! Seife war früher das einzige Reinigungsmittel und wurde für fast alles verwendet. In den Büchern wird das Wissen über das Seifensieden, als das älteste chemische Knowhow der Menschheit bezeichnet.

Beeindruckend, wenn man anfängt sich darüber mal Gedanken zu machen.

Liebe Grüße,

Jessi

 

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